Vanlife: Weltreise mit eigenem Fahrzeug

 

Vanlife: Tipps und Tricks für die Weltreise mit eigenem Fahrzeug. Ob Kommunikation, Navigation, Übernachtungsplätze, Visa oder weitere Vanlife-Themen. Unsere Erfahrungen und Empfehlungen findest du hier zusammengefasst.

kommunikation

Das Handy einfach mal weglegen und offline bleiben. Sicherlich das Ziel von vielen Reisenden. Dennoch; will man seine Reise mit Freunden und Familien zu Hause teilen, benötigt es Internet resp. Datenvolumen. Insbesondere wenn du einen Blog oder Vlog unterhalten willst, ist eine effiziente und kostengünstige Lösung entscheidend. Um den Gang ins Internet-Café zu umgehen kamen für uns folgende Varianten in Frage.

 

Ausländische SIM/Prepaid-Karte:

So erhältst du Telefonguthaben und Datenpakete zum surfen. Am besten erwirbst du diese direkt am Flughafen, die Auswahl an Anbietern ist dort am grössten. Die Kosten sind je nach Land unterschiedlich. Während du die Pakete in Asien und Südeuropa relativ kostengünstig erhältst, steigen die Tarife in den USA/CAN. Die Karte steckst du am einfachsten in einen Netgear-Adapter. So hast du dein portables WiFi jederzeit dabei. Eine sehr praktische und kostengünstige Variante, um jederzeit mobil zu sein.

Telekom-Anbieter aus der Heimat

Kurz vor unserer Abreise stiessen wir auf ein hervorragendes Angebot von Wingo. Die Swisscom lancierte den Brand vor einigen Jahren. Mit “Wingo International” bist du für deine Reise ideal ausgerüstet. Das Abo bietet unlimitiertes Telefonieren in der Schweiz und in über 40 Ländern weltweit – inklusive Europa, USA und Kanada. Du erhältst zudem unlimitiertes Datenvolumen in über 40 Ländern. Wenn du 40 GB Daten pro Monat verbraucht hast, surfst du mit reduzierter Geschwindigkeit von 200kbit/s weiter.

Dank einem Sonderangebot – welches bisher mehrmals platziert wurde – zahlen wir CHF 49.00 pro Monat. Wir überschreiten die 40 GB regelmässig, bisher spüren wir keine Einschränkungen bezüglicher reduzierter Geschwindigkeit. Die Portierung funktionierte einwandfrei und der Service lässt keine Wünsche offen. Das beste an dem Abo ist, dass Wingo das Angebot lebenslänglich garantiert; eine Kündigung Ihrerseits ist also ausgeschlossen. Bist du oft im Ausland unterwegs, überlege nicht zu lange, um zu Wingo zu wechseln: Wingo Abo abschliessen

übernachtungsplätze

Wie finden wir unsere Freistehplätze? Am einfachsten natürlich durch Tipps von anderen Reisenden. So kann man von Erfahrungen profitieren wie zum Beispiel: Wo gibt es Wasser? Wo sind Entsorgungsmöglichkeiten? Doch leider ist dies nicht immer möglich.

Apps Park4Night & iOverlander

Apps wie “Park4Night” oder “iOverlander” bieten sich hervorragend an. Wir nutzen insbesondere Park4Night, da die Auswahl deutlich grösser ist. Überraschend ist auch die Aktualität. Praktisch bei jedem Platz sind aktuelle Kommentare zu finden. Das ist sehr hilfreich in Bezug auf Polizeikontrollen oder auch Diebstahlrisiko. Unbedingt zu empfehlen ist die Mitgliedschaft als Premium-Kunde (22€/Jahr). So stehen deutlich mehr Filter zur Verfügung: Wasserversorgung, WLAN-Zugang, Wäscheservice, regionale Aktivitäten und vieles mehr. Ein weiteres hilfreiches Feature ist, dass die Stellplätze auf einer geplanten Route angezeigt werden können. Nur noch die GPX-Daten an Google Maps senden und los geht’s.

Google Maps

Anhand der Satellitenbilder von Google Maps suchen wir oft unsere Plätze. Einfach die Region eingeben, die Gegend anhand der Satellitenbilder analysieren und auf gut Glück losfahren. Doch aufgepasst, dies kann auch auf einem Privatgrundstück enden, welche oft nicht klar ersichtlich sind. Zudem lohnt es sich auch, einfach mal eine Seitenstrasse zu nehmen. Meist findet sich so eine Ausbuchtung. Die weniger romantischen Varianten sind Parkplätze von Einkaufszentren, Industrie-Areale oder auch Autobahnraststätten. Mit den oben erwähnten Varianten mussten wir bisher nie auf solche Plätze ausweichen.

Park4Night

Freistehen

Wer wünscht sich nicht, an den herrlichsten Plätzen in totaler Einsamkeit sein Camp aufzuschlagen? Sei es an der Küste, in den Bergen, an einem See oder Fluss. Doch, das mit dem Freistehen ist so eine Sache. In jedem Land gelten andere Gesetze. Oft ändert es auch von Region zu Region. Unsere Erfahrungen möchten wir euch länderspezifisch weitergeben. Dieser Artikel ist kein Abbild der Gesetze, sondern ein Erfahrungsbericht wie wir es erleben.

Grundsatz Freistehen

Der Grundsatz ist unabhängig des Landes derselbe: Wo kein Campingverbot-Schild steht, darf “parkiert” werden. Campieren und Parkieren sind zwei unterschiedliche Themen. Parkieren heisst: Solange das Fahrzeug innerhalb der vorgesehenen Limitationen (Zeit, Linien usw.) steht, sollte es kein Problem darstellen. Es darf jedoch keinen Anschein machen von Camping, was bedeutet; keine Markise, keine Stühle oder ausgefahrene Treppe. Der Innenraum ist Privatsphäre, somit darf auch gekocht und geschlafen werden.

Spanien

In Spanien ist Freistehen offiziell nicht erlaubt, wird aber in vielen Gebieten toleriert. Insbesondere in der Nebensaison ist es geduldet. Nach rund drei Monaten in Spanien können wir sagen, dass wir fast überall freistehen können. Auf Campingplätzen sind wir nur vereinzelt. Wenn, dann jeweils mit dem Hintergrund, eine richtige “Home-Base” zu haben, was beim Freistehen schwieriger ist. Selten Probleme haben wir in den Bergen und im Hinterland. An Stränden ist es oft schwieriger, hier werden wir des Öfteren von einem “Camping-Verbot” begrüsst. In der Nebensaison nimmt die Polizei jedoch auch dieses nicht so streng. An einigen solcher Strände lassen Sie uns stehen. Des Öfteren können wir “offiziell” stehen bleiben an Stränden. Die Polizei fährt Patrouillen, sagt aber nichts gegen die Camper. Definitiv ein No-Go ist direkt auf dem Strand, das sehen Sie nicht gerne. Ebenfalls nicht erlaubt ist es in Naturparks und Nationalparks. Alles in allem machen wir sehr gute Erfahrungen mit dem Freistehen in Spanien. Wenn, werden wir nur weggeschickt. Eine Busse erhielten wir nie und hörten wir auch von anderen Reisenden nicht.